Beiträge mit dem Schlagwort: pracht

kleine Wunder

Am Wegerosa_Bienen1Wer nie ein Wunder erlebte,
Der kann kein Dichter sein –
Kein Dichter, der nie erbebte,
Als schau‘ er zum Himmel hinein.Schönlilie2.anngelb_SchwebefliegeNoch geht ein Leuchten und Glühen
Durch Gottes schöne Welt,
Und Wunder und Wunder blühen
Unter dem Himmelszelt.rosa_Bienen2Der Schöpfung Pracht und Fülle
Bleibt ewig wunderbar,
Der Urgedanken Hülle,
Tiefdunkel, ob rein und klar.Nelke_Schwebefliege2Viel tausende kommen und ziehen
Vorbei in raschem Lauf;
Nur Kindern und Dichtern blühen
Am Weg die Wunder auf.

– Johannes Rothensteiner –

Knoblauchblüte_Biene

weiß_biene.square

Möge dann und wann ein Lied aufsteigen
vom Grunde deines Herzens,
das Leben zu grüßen wie die Amsel den Morgen.

– Irischer Segenswunsch –Amsel beim sonnen.ann

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Blumen

Calla_Fliege_rund.ann

Ich liebe die Blumen,
ihre Vielfältigkeit, ihre Farbenpracht,
vom freundlichen Lachen der Sonnenblume
bis zur grazilen Anmut der Rose.
Das Auge kann sich nicht satt sehen an den
vielen Wunderwerken.
Doch bei aller Pracht und Schönheit
zeigen sie mir auch ihre Endlichkeit,
die mich lehrt,
selbst für ein ganz kurzes Glück dankbar zu sein.

– von Annegret Kronenberg –

gelb1a_ann

Blüht eine Blume, zeigt sie uns die Schönheit. Blüht sie nicht, lehrt sie uns die Hoffnung.
– Chao-Hsiu Chen –

weiße Dahlie.ann

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Romantik im Sommer

Traumsommernacht

Garten_rahmen.ann
Sommernacht, Traumsommernacht …
Die Brunnen rauschen leise,
Die Trauerweide wiegt sich sacht;
Nun steigt der Mond in voller Pracht
Empor zur Wolkenreise.

Mondlicht.annTraum und Frieden …
Was hienieden
Unruhvoll das Herz verstört,
Senkt sich in des Traumes Tiefen.
Und der Ruhe Geigentöne,
Die in Tages Lärme schwiegen,

In der heißen Helle schliefen,
Seelentiefe, seelenschöne,
Kommen nun heraufgestiegen,
Werden nun gehört.

Sommernacht, Traumsommernacht …
Ein Rauschen lieb und leise,
Die Seele wiegt sich süß und sacht
Nach ihrer Geigenweise:

Traum und Frieden …
Hingeschieden
Alles was uns traurig macht.
Sterne glimmen,
Wolken schwimmen,
Und das Märchen ist erwacht.

– Otto Julius Bierbaum –

Mond_voll_Zitat_rund

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Vom Bäumlein…

…das andere Blätter hat gewollt

Tanne.ann

Es ist ein Bäumlein gestanden im Wald
In gutem und schlechtem Wetter;
Das hat von unten bis oben halt
Nur Nadeln gehabt statt Blätter;
Die Nadeln, die haben gestochen,
Das Bäumlein, das hat gesprochen:
„Alle meine Kameraden
Haben schöne Blätter an,
Und ich habe nur Nadeln,
Niemand rührt mich an;
Dürft‘ ich wünschen, wie ich wollt‘,
Wünscht‘ ich mir Blätter von lauter Gold.“

Wie’s Nacht ist, schläft das Bäumlein ein,
Und früh ist’s aufgewacht;
Da hatt‘ es goldene Blätter fein,
Das war eine Pracht!
Das Bäumlein spricht: „Nun bin ich stolz;
Goldene Blätter hat kein Baum im Holz.“

Aber wie es abend ward,
Ging ein Bauer durch den Wald
Mit großem Sack und langem Bart,
Der sieht die goldnen Blätter bald;
Er steckt sie ein, geht eilends fort
Und lässt das leere Bäumlein dort.

Das Bäumlein spricht mit Grämen:
„Die goldnen Blättlein dauern mich,
Ich muss vor den andern mich schämen,
Sie tragen so schönes Laub an sich.
Dürft‘ ich mir wünschen noch etwas,
So wünscht‘ ich mir Blätter von hellem Glas.“

Da schlief das Bäumlein wieder ein,
Und früh ist’s wieder aufgewacht;
Da hatt‘ es gläserne Blätter fein,
Das war eine Pracht!
Das Bäumchen sprach: „Nun bin ich froh;
Kein Baum im Walde glitzert so.“

Da kam ein großer Wirbelwind
Mit einem argen Wetter,
Der fährt durch alle Bäume geschwind
Und kommt an die gläsernen Blätter;
Da lagen die Blätter von Glase
Zerbrochen in dem Grase.

Das Bäumlein spricht mit Trauern:
„Mein Glas liegt in dem Staub;
Die anderen Bäume dauern
Mit ihrem grünen Laub.
Wenn ich mir noch was wünschen soll,
Wünsch‘ ich mir grüne Blätter wohl.“

Da schlief das Bäumlein wieder ein,
Und wieder früh ist’s aufgewacht;
Da hatt‘ es grüne Blätter fein.
Das Bäumlein lacht
Und spricht: „Nun hab‘ ich doch Blätter auch.
Dass ich mich nicht zu schämen brauch.“

Da kommt mit vollem Euter
Die alte Geis gesprungen;
Sie sucht sich Gras und Kräuter
Für ihre Jungen;
Sie sieht das Laub und fragt nicht viel,
Sie frisst es ab mit Stumpf und Stiel.

Da war das Bäumchen wieder leer,
Es sprach nun zu sich selber:
„Ich begehre nun keine Blätter mehr,
Weder grüner, noch roter, noch gelber!
Hätt‘ ich nur meine Nadeln,
Ich wollte sie nicht tadeln.“

Und traurig schlief das Bäumlein ein,
Und traurig ist es aufgewacht;
Da besieht es sich im Sonnenschein
Und lacht und lacht!
Alle Bäume lachen’s aus;
Das Bäumlein macht sich aber nichts daraus.

Warum hat’s Bäumlein denn gelacht,
Und warum denn seine Kameraden?
Es hat bekommen in der Nacht
Wieder alle seine Nadeln,
Dass jedermann es sehen kann.
Geh‘ ’naus, sieh’s selbst, doch rühr’s nicht an!
Warum denn nicht?
Weil’s sticht.

– Friedrich Rückert (1788-1866) –

Magnolienblüte_licht

Der erfüllte Wunsch macht gleich einem neuen Platz: jener ist ein erkannter, dieser noch ein unerkannter Irrtum.
Arthur Schopenhauer –

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