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Lass´ Blumen sprechen

Azalee.ann1

Die Blumensprache

Es deuten die Blumen des Herzens Gefühle,
Sie sprechen manch‘ heimliches Wort,
Sie neigen sich traulich am schwankenden Stiele,
Als zöge die Liebe sie fort. animierte-rose-bilder-34
Sie bergen verschämt sich im deckenden Laube,
Als hätte verraten der Wunsch sie dem Raube.
Sie deuten im leise bezaubernden Bilde
Der Frauen, der Mädchen Sinn;
Sie deuten das Schöne, die Anmut, die Milde,
Sie deuten des Lebens Gewinn:
Es hat mit der Knospe, so heimlich verschlungen,
Der Jüngling die Perle der Hoffnung gefunden.
Sie weben der Sehnsucht, des Harmes Gedanken
Aus Farben ins duftige Kleid,
Nichts frommen der Trennung gehässige Schranken,
Die Blumen verkünden das Leid.
Was laut nicht der Mund, der bewachte, darf sagen,
Das waget die Huld sich in Blumen zu klagen.

– Anton Plattner (1787-1855), vertont von Franz Schubert –

Doch mehr als jedes Lied und Gedicht –
sagt dir diese Blume …Vergissmeinnicht.ann

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sonnige Herbstboten

fruchtig und bunt

Die Herbstzeitlose

Diese Milde in der Luft
herbstlich schon der Bodenduft
Zeit der lila Herbstzeitlosen.

Nebelschleier über Rosen
silbrig fällt das fahle Licht
sanft durch Strauch und Bäume bricht.

Leis rührt Herbstluft an den Zweigen
grad als wollte sie mir zeigen
wie ein Blatt vom Baume fällt
goldgelb und verlässt die Welt.

Während andre bunt zum Malen
von den Zweigen mich anstrahlen
wachgeküsst vom Sonnenlicht
das sich in den Blättern bricht.

Seltsam, dieses bunte Strahlen
so als freute sie das Fallen
dieser letzte Schwebeflug
durch den der Herbstwind sanft sie trug.

– Verfasser mir leider nicht bekannt –

Die Kastanie

Grün und stachlig hängt sie da
an dem Baum wie jedes Jahr.
Platzt dann auf die enge Hülle,
sieht man sie in ganzer Fülle,
braun gefärbt mit hellem Bauch
und schön glänzen tut sie auch.
Wenn sie dann zu Boden fällt,
ist es herbstlich meist bestellt.
Jedes Kind sich danach bückt,
auch Erwachsene sind entzückt,
die Kastanie zu berühren
und sie in der Hand zu spüren.
Gicht und Rheuma hält sie fern,
auch das Rotwild mag sie gern.
Nun steh‘ ich unter einem Baum
und spür‘ den leichten Windzug kaum.
Ich heb‘ eine Kastanie auf,
schon nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Zärtlich reibe ich an ihr
und denk‘ versonnen noch bei mir:
„Kastanien find‘ ich einfach edel,“
da knallt so‘ n Ding mir auf den Schädel!

– Quelle: Gedichte-Oase, Verfasser Josef Festing – Danke 🙂

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