Beiträge mit dem Schlagwort: Gedicht

Lass´ Blumen sprechen

Azalee.ann1

Die Blumensprache

Es deuten die Blumen des Herzens Gefühle,
Sie sprechen manch‘ heimliches Wort,
Sie neigen sich traulich am schwankenden Stiele,
Als zöge die Liebe sie fort. animierte-rose-bilder-34
Sie bergen verschämt sich im deckenden Laube,
Als hätte verraten der Wunsch sie dem Raube.
Sie deuten im leise bezaubernden Bilde
Der Frauen, der Mädchen Sinn;
Sie deuten das Schöne, die Anmut, die Milde,
Sie deuten des Lebens Gewinn:
Es hat mit der Knospe, so heimlich verschlungen,
Der Jüngling die Perle der Hoffnung gefunden.
Sie weben der Sehnsucht, des Harmes Gedanken
Aus Farben ins duftige Kleid,
Nichts frommen der Trennung gehässige Schranken,
Die Blumen verkünden das Leid.
Was laut nicht der Mund, der bewachte, darf sagen,
Das waget die Huld sich in Blumen zu klagen.

– Anton Plattner (1787-1855), vertont von Franz Schubert –

Doch mehr als jedes Lied und Gedicht –
sagt dir diese Blume …Vergissmeinnicht.ann

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Alles zu seiner Zeit

…so man sprichtUhr_Zeit.ann
ob Bilder, Zitate, ein schönes Gedicht.

So manches an uns oft vorübergeht,
nicht alles man liest – der Geist versteht.

Doch ist der rechte Zeitpunkt gekommen,
der Verstand es hat in Besitz genommen,
bewegt es uns für eine gewisse Zeit,

sorgt für Frohsinn, Liebe und Heiterkeit.

Wir träumen, sind vom Glück fast benommen,
man denkt auch nach und ist versonnen,
stellt fest:
Alles geschieht zu seiner Zeit,
genau dann, wenn man ist bereit.die Zeit

Alles hat seine Zeit!
Ein Spruch, dessen Bedeutung man bei längerem Leben
immer mehr anerkennen lernt;
diesem nach gibt es eine Zeit zu schweigen,
eine andere zu sprechen.

– Johann Wolfgang von Goethe –tolles Wochenende

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Ich seh die Welt –

du siehst die Welt,
du nennst es Prosa, ich Gedicht,
was mir gefällt,
gefällt dir nicht,
und aus dem nämlichen Gesicht
errätst du Freude und ich Trauer,
du nennst es süß, ich nenn es sauer …
wir fangen nun an, uns drüber zu streiten
und alles uns gründlich zu verleiden.

Ein Dritter kommt dazu und lacht:
Mein Gott, gehabt euch nicht so töricht!
im Winter, Kinder, ist es Winter,
und wenn der Mai kommt, wird es Frühling,
und im Oktober nennt man’s Herbst …
ich meinerseits freu mich nicht minder
an Winter, als an Mai und Herbst.

– Cäsar Otto Hugo Flaischlen –

Enten legen ihre Eier in Stille.
Hühner gackern dabei wie verrückt.
Was ist die Folge?
Alle Welt isst Hühnereier.
– Henry Ford –

Schafe

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
– Albert Einstein –

zicklein

Wenn Schafe streiten, kümmert’s die Ziegen nicht.
– Sprichwort –

Hängebauch1

Hunde schaun zu uns auf,
Katzen auf uns herunter,
Schweine aber betrachten uns
als ihresgleichen.
– Winston Churchill –

„Und wenn Du nichts nettes sagen kannst,
dann sag doch besser gar nichts“
– Schweinchen Babe –

Wolf

Unbegreiflich groß ist bei Tieren die gegenseitige Liebe zu den Eltern und Jungen, weil Gott, ihr Schöpfer, den Mangel an Vernunft durch ein Übermaß sinnlicher Gefühle ersetzt hat.
– Basilius von Caesarea –

Rehkitz

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der Ehebrunnen

… auch Ehekarusell genannt in Nürnberga)Ehebrunnenherz1.annAn das für die Frau des Dichters geschriebene Gedicht Das bittersüße eh’lich‘ Leben von Hans Sachs angelehnt, zeigt der Brunnen in sechs überlebensgroßen Figurengruppen bildhaft überzeichnet die unterschiedlichen Szenen aus dem Auf und Ab des Ehelebens – von der ersten leidenschaftlichen Liebe über Ehestreit bis zum Tod.

– Quelle Wikipedia –

k)Ehestreit_Bein.ann

Das Ehekarussell wurde gestaltet von dem Bildhauer Jürgen Weber (1984) nach dem Gedicht von Hans Sachs:

Das bittersüße ehlich Leben

Gott sei gelobet und geehrt
Der mir ein frumb Weib hat beschert
Mir der ich zwei und zweinzig Jahr
Gehaust hab, Gott gab länger gar

Wiewohl sich in mein ehlig Leben
Had Süß und Saures oft begeben
Gar wohl gemischt von Freud und Leid,
Erst auf, dann ab, ohn Unterscheid

Sie hat mir nit stets kochet Feigen
Will schwankweis Dir ein Teil anzeigen
Sie ist ein Himmel meiner Seel
Sie ist auch oft mein Pein und Hell,

Sie ist mein Engel auserkoren,
Ist oft mein Fegeteufel woren.
Sie ist mein Wünschelrut und Segen
Ist oft mein Schauer und Platzregen

Sie ist mein Mai und Rosenhag,
Ist oft mein Blitz und Donnerschlag,
Mein Frau ist oft mein Schimpf und Scherz,
Ist oft mein Jammer, Angst und Schmerz,

Sie ist mein Wonn und Augenweid,
Ist oft mein Traurn und Herzeleid
Sie ist mein Freiheit und mein Wahl,
Ist oft mein Gfängnis und Notstall,

Sie ist meine Hoffnung und mein Trost,
Ist oft mein Zweifel, Hitz und Frost.
Mein Frau ist meine Zier und Lust,
Ist oft mein Graun und Suppenwust,

Ist oft mein königlicher Saal,
Doch auch mein Krankheit und Spital.
Mein Frau, die hilft mir treulich nähren,
Thut mir auch oft das Mein verzehren,

Mein Frau, die ist mein Schild und Schutz,
Ist oft mein Frevel, Stolz und Trutz.
Sie ist mein Fried und Einigkeit,
Und oft mein täglich Hebensstreit

Sie ist mein Fürsprech und Erlediger,
Ist oft mein Ankläger und Prediger.
Mein Frau ist mein getreuer Freund,
Oft worden auch mein größter Feind,

Mein Frau ist mietsam oft und gütig,
Sie ist auch zornig oft und wütig.
Sie ist mein Tugend und mein Laster,
Sie ist mein Wund und auch mein Pflaster,

Sie ist meines Herzens Aufenthalt,
Und machet mich doch grau und alt.

Hans Sachs, 1494-1576

220px-Hans_SachsAuch wenn dieser schöne Brunnen aus unterschiedlichen Gründen etwas umstritten ist, sollte man nicht’s daran zu ernst nehmen. Denn selbst Hans Sachs steht auf seinem Maiskolben als Zeichen der Fruchtbarkeit und lacht darüber. So erklärte es zumindest der Leiter einer Gruppe, die zufällig auch grad dort verweilte. 😉l)Hans Sachs_Taube

Die Liebe bleibt, wenn alles geht, weil sie das Leben überlebt.“

– Peter Maffay –

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