Teil 2 – Die Geschichte des Herzens

das über Nacht Flügel bekam und auf die Reise ging, das Glück zu finden

Es war einmal ein kleines Herz, dass eingebettet zwischen Träumen, Hoffnungen, Sehnsüchten und Ängsten sein Dasein fristete, ständig auf der Suche nach dem Glück. Eines schönen Sommermorgens stellte das kleine Herz zu seinem Erstaunen fest, dass ihm Flügel, kleine durchsichtige Flügel, gewachsen waren.

Es flatterte zuerst ganz zaghaft, dann schneller und schneller. Schließlich erhob es sich lautlos empor und flog davon, um das Glück zu suchen.

Die Träume, Hoffnungen, Sehnsüchte und Ängste nahm es mit auf diese Reise.

 Daran hatte das kleine Herz ganz schön schwer zu tragen.

Zuerst bemühte es sich, die Ängste loszuwerden. Wie ein Fesselballon der Ballast abwirft, stieg es danach höher und höher gen Sonne. Diese war auf einmal zum Greifen nahe.

Das kleine Herz suchte sich eine zarte kuschelige Wolke aus, um sich ein wenig auszuruhen. Es merkte, dass es an den mitgenommenen Dingen recht schwer zu tragen hatte.

„Ob ich wohl die Hoffnungen hier lasse“, dachte das kleine Herz, „oder vielleicht die Träume?“

Es entschied sich aber dann, die Sehnsüchte auf der Wolke stehen zu lassen.

Um einiges erleichtert, setzte es seine Reise fort. Hoffnungsvoll dachte es an das Glück, jenes zu suchen, das Ziel seiner Reise war. Lautlos glitten Sonne, Mond, Wolken und Sterne vorbei. Das kleine Herz begegnete auch einigen anderen Herzen, beladen mit „Ballast“, die nicht gerade glücklich dreinschauten, sondern irgendwie ratlos umher flogen.

„Ach was“, dachte es, „was gehen mich fremde Herzen an.“

Als es an der Milchstraße vorbeikam, entschloss das kleine Herz ein wenig zu rasten, denn die noch vorhandenen Hoffnungen und Träume waren nicht gerade leicht zu tragen.

Als es sich etwas erholt hatte, beschloss es die Hoffnungen hier zu lassen und nur noch die Träume mitzunehmen.

Erleichtert machte sich das kleine Herz weiter auf seinen Weg.

Unterwegs wurde es jedoch immer trauriger. Es hatte nur mehr Träume, Träume ohne Hoffnungen, Träume ohne Sehnsüchte. 

 

Das kleine Herz flog weiter, ziellos und unglücklich, und beschloss nach einiger Zeit wieder umzukehren.

Auf dem Rückweg sammelte es die Hoffnungen, die Sehnsüchte und auch die Ängste wieder ein und machte sich schwer beladen auf den Heimweg. 

Obwohl das kleine Herz schwer zu tragen hatte, flog es ganz leicht dahin, und auf einmal erkannte es, dass es das Glück eigentlich ganz nahe bei sich hatte und das Glück nur bestehen kann, wenn es dazu auch Hoffnungen, Sehnsüchte, Träume und Ängste gibt. Ganz still faltete das kleine Herz seine Flügel zusammen und dachte:

Vielleicht werde ich sie irgendwann einmal brauchen, um dem Unglück davonzufliegen.“

– Quelle:  Internet –

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Kategorien: Seelenflug, sinnliches, Träume und Fantasie, was mich berührt | Schlagwörter: | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Teil 2 – Die Geschichte des Herzens

  1. Schöne Geschichte. Lieben Gruss

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