Die Nachtblume

Nacht ist wie ein stilles Meer,
Lust und Leid und Liebesklagen
kommen so verworren her
in dem linden Wellenschlagen.

Wünsche wie die Wolken sind,
schiffen durch die stillen Räume,
wer erkennt im lauen Wind,
obs Gedanken oder Träume? –

Schließ ich nun auch Herz und Mund,
die so gern den Sternen klagen:
leise doch im Herzensgrund
bleibt das linde Wellenschlagen.

– Joseph Freiherr von Eichendorff –

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Kategorien: Poesie, sinnliches, was mich berührt | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Die Nachtblume

  1. Was für ein schönes Gedicht.Liebe Grüße Erika

  2. Vielen Dank für deinen Besuch auf meinem Blog… ich hoffe, es hat dir dort gefallen.
    Lieben Gruß
    Sagittarius

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