die wilde Rose

Da droben auf einsamer Höhe
die wilde Rose blüht,
und wer sie von Ferne gesehen,
in heißer Sehnsucht erglüht,

Zu ihr über Felsen und Klüfte
ein kühner Jäger klimmt
schon ist er in nächster Nähe –
das Auge in Thränen ihm schwimmt

Er will sie erfassen und pflücken
da strauchelt jäh sein Fuß;
des Abgrunds finstere Tiefe
empfängt ihn mit kaltem Kuss.

      Da droben auf einsamer Höhe       
die wilde Rose blüht,
und wer sie von Ferne gesehen
in heißer Sehnsucht erglüht.

– Louise Aston (1814-1871) –

Der Rose süßer Duft genügt,
man braucht sie nicht zu brechen –
und wer sich mit dem Duft begnügt,
den wird ihr Dorn nicht stechen.

– Friedrich Martin von Bodenstedt –

Advertisements
Kategorien: Poesie, sinnliches, was mich berührt | Ein Kommentar

Beitragsnavigation

Ein Gedanke zu „die wilde Rose

  1. Als Allerschönste bist du anerkannt,
    bist Königin des Blumenreichs genannt;

    Unwidersprechlich allgemeines Zeugnis,
    Streitsucht verbannend, wundersam Ereignis!

    Du bist es also, bist kein bloßer Schein,
    In dir trifft Schaun und Glauben überein;

    Doch Forschung strebt und ringt, ermüdend nie,
    Nach dem Gesetz, dem Grund Warum und Wie.

    Johann Wolfgang Goethe (1749-1832)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: